🔵 Hamas-Handbuch und der importierte Hass: Wie antisemitische Propaganda den deutschen Diskurs unterwandert
Hamas-Handbuch Propaganda ist der Schlüssel, um zu verstehen, wie eine Terrororganisation ihre antisemitische Ideologie im Westen sprachlich tarnt und warum genau diese Tarnsprache inzwischen auch in Deutschland in Debatten, Protesten und Teilen des Campus-Aktivismus auftaucht.
Das sogenannte Hamas-Propagandahandbuch, das laut israelischen Analysen im Gazastreifen sichergestellt und ausgewertet wurde, ist weit mehr als ein internes Schulungsdokument. Es ist ein strategisches Dokument der ideologischen Kriegsführung, das erklärt, warum antisemitische Narrative heute in Deutschland, Europa und im westlichen akademischen Milieu in neuer, scheinbar respektabler Sprache auftreten. Wer sich mit den veröffentlichten Auszügen und der Analyse befasst, erkennt schnell, dass es nicht um „Meinungsfreiheit“ oder harmlose „Israelkritik“ geht, sondern um eine bewusst angepasste Kommunikationsstrategie, die Hass anschlussfähig machen soll, zum Beispiel über Begriffe wie „Kolonialismus“, „Apartheid“ oder „Widerstand“.
Der zentrale Befund ist eindeutig: Der Antisemitismus der Hamas ist unverändert radikal. Er wurde nicht aufgegeben, sondern kommunikativ verschleiert. Die Hamas rät ihren Sprechern ausdrücklich, offene antisemitische Formulierungen in der internationalen Kommunikation zu vermeiden. Nicht aus Einsicht, sondern aus Kalkül. Antisemitismus gilt im Westen als diskreditiert, also wird er umetikettiert und mit moralisch aufgeladenen Codes versehen.
Diese Strategie wirkt, auf deutschen Straßen, in Hörsälen, auf Social Media und in Teilen des politischen und medialen Diskurses. Die veröffentlichten Analysen zum Hamas-Handbuch liefern dafür den erklärenden Rahmen.

Was das Hamas-Handbuch tatsächlich belegt
Das Dokument mit dem Titel „Guide for the Palestinian Spokesman in the World“, datiert auf das Jahr 2022, wurde laut israelischen Sicherheitsangaben im Gazastreifen sichergestellt und vom Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center analysiert. Der Kernpunkt ist nicht, dass eine Terrororganisation Propaganda betreibt, das ist erwartbar. Der Kernpunkt ist, dass das Dokument eine systematische Anleitung zur Tarnung liefert, also zur Übersetzung einer extremistischen Ideologie in eine Sprache, die in westlichen Debatten anschlussfähig wirkt. Als Primäranalyse gilt hier insbesondere die Veröffentlichung des Meir Amit Centers.
Der Inhalt ist klar strukturiert. Zentrale Anweisungen lauten sinngemäß:
Erstens: Westliche Zuhörer sollen über universelle Werte angesprochen werden, also Menschenrechte, Gleichheit, Antirassismus, Antikolonialismus. Nicht über religiöse Pflichtbegriffe oder dschihadistische Rhetorik, weil diese im Westen schneller als Extremismus erkannt wird.
Zweitens: Offene islamistische oder religiöse Bezüge sollen in nicht muslimischen Öffentlichkeiten möglichst vermieden werden. Die religiöse Dimension bleibt intern präsent, wird extern aber gezielt heruntergefahren, um die eigene Botschaft als „zivilgesellschaftlich“ erscheinen zu lassen.
Drittens: Klassische antisemitische Formeln seien in der Außenkommunikation schädlich. Stattdessen wird empfohlen, in Codes zu sprechen, zum Beispiel über „Zionisten“, „Kolonialmächte“ oder „Unterstützer“ eines angeblichen „Apartheidregimes“. Genau diese Verschiebung ist in der Analyse des JNS-Berichts zum Handbuch nachvollziehbar beschrieben.
Viertens: Selbst offen antisemitische Klassiker wie die „Protokolle der Weisen von Zion“ sollen nicht öffentlich zitiert werden, nicht weil man sie inhaltlich ablehnt, sondern weil sie westliches Publikum abschrecken und die Tarnung zerstören. Dieser Punkt wird ebenfalls in der Dokumentation und Einordnung des Meir Amit Centers ausgeführt.
Parallel dazu dokumentieren die Analysen, dass die interne Ideologie unverändert antisemitisch bleibt. Als Beispiel wird das Buch „Jewish Hatred – Historical Heritage“ von Mahmoud al-Zahar genannt. Für die Einordnung ist entscheidend: Nach außen wird „universalistisch“ gesprochen, nach innen bleibt es Judendämonisierung und Verschwörungsdenken, also klassischer Antisemitismus, nur eben strategisch dosiert und zielgruppengerecht verpackt.
Die Schlussfolgerung ist unmissverständlich: Die Hamas betreibt keine ideologische Mäßigung, sondern kommunikative Tarnung.
Hamas-Ideologie im historischen Kontext
Wer die Bedeutung eines Hamas Kommunikationsdokuments wirklich verstehen will, muss die Hamas-Ideologie historisch einordnen. Denn Hamas ist nicht nur eine militante Gruppe, sondern eine islamistische Bewegung mit politischem Programm, die seit ihrer Gründung Ende der 1980er Jahre einen klaren Kern verfolgt: die Delegitimierung jüdischer Selbstbestimmung und die Ablehnung eines souveränen jüdischen Staates. Das ist keine Interpretation aus dem Bauch heraus, sondern lässt sich an ihren Grundlagentexten und an belastbaren Analysen nachvollziehen.
Die wichtigste Referenz dafür ist die Hamas Charta von 1988, ein Primärdokument, das in vollständiger oder auszugsweiser Übersetzung über mehrere seriöse Archive zugänglich ist, zum Beispiel über die FAS Archivfassung der Charta sowie in einer verbreiteten Volltextversion, etwa beim Avalon Project der Yale Law School. Wer diese Texte liest, erkennt schnell, warum die Charta bis heute als ideologisches Schlüsseldokument gilt. Sie beschreibt den Konflikt nicht als begrenzten Territorialstreit, sondern als existentiellen Kampf, der religiös aufgeladen wird und dem Gegner nicht nur politische, sondern moralische und metaphysische Feindschaft zuschreibt.
Entscheidend ist dabei nicht nur die Wortwahl, sondern die Logik dahinter. Die Charta arbeitet mit dem Anspruch, dass das gesamte Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan unveräußerliches islamisches Land sei. Damit wird jede dauerhafte Anerkennung Israels grundsätzlich ausgeschlossen. Zusätzlich enthält die Charta Passagen, die in vielen Analysen als antisemitische Narrative bewertet werden, unter anderem durch die Bezugnahme auf klassische Verschwörungsmythen und den Versuch, Juden kollektiv als treibende Kraft hinter politischen Umbrüchen und globalen Konflikten zu zeichnen. Genau das ist ein Grund, warum der Text historisch so relevant bleibt, er zeigt nicht nur Ablehnung, er zeigt Weltbild.
Auch offizielle israelische Stellen haben Inhalte und ideologische Kernthesen der 1988er Charta systematisch dokumentiert und eingeordnet, zum Beispiel in der Analyse der Hamas Charta 1988. Der Punkt ist dort wie in vielen wissenschaftlichen und sicherheitspolitischen Auswertungen ähnlich: Die Charta verbindet Politik mit religiöser Pflichtsprache, nutzt Feindbilder, und arbeitet an einer totalen Delegitimierung jüdischer Souveränität. Das ist keine Randnotiz, das ist die ideologische Grundlage, aus der sich Hamas über Jahrzehnte legitimiert hat.
Jetzt kommt der Teil, bei dem viele im Westen reflexhaft sagen: „Ja, aber Hamas hat doch 2017 ein neues Dokument veröffentlicht, das klingt doch moderater.“ Genau diese Debatte ist wichtig, weil sie zeigt, wie leicht sich Politik durch Rhetorik täuschen lässt. Im Mai 2017 veröffentlichte Hamas ein Papier mit dem Titel A Document of General Principles and Policies. Dieses Dokument ist im Wortlaut verfügbar, etwa über die Palwatch PDF Fassung des Hamas Dokuments 2017 oder als Textversion bei der Jewish Virtual Library. Ergänzend bietet Israel Ed eine gut lesbare Zusammenstellung zentraler Aussagen.
Ja, im Vergleich zur 1988er Charta wirkt die Sprache an manchen Stellen glatter. Hamas formuliert dort, der Konflikt richte sich gegen das zionistische Projekt, nicht gegen Juden wegen ihrer Religion. Gleichzeitig bleibt aber der strukturelle Kern stehen: Hamas erkennt Israel nicht an, hält an bewaffnetem Kampf fest und spricht weiterhin von „Befreiung“ in einer Weise, die auf die Abschaffung des jüdischen Staates hinausläuft. Das ist nicht nur eine Sicht „pro Israel“, das ist eine sachliche Konsequenz daraus, dass das Dokument zwar einen palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 als „Formel nationalen Konsenses“ beschreibt, aber nicht als endgültige Anerkennung, sondern als politisches Zwischenziel. Analysen betonen genau diese Ambivalenz, rhetorische Öffnung bei gleichzeitiger Beibehaltung der harten Grundlinie.
Deshalb sprechen viele Beobachter nicht von Mäßigung, sondern von strategischem Rebranding. Eine bekannte Einordnung liefert RAND zum Hamas Rebranding. Dort wird herausgearbeitet, dass Hamas rhetorisch Anschluss an internationale Diskurse sucht, ohne das eigene Macht und Gewaltmodell aufzugeben. Ähnlich argumentiert das Washington Institute, das ausdrücklich davor warnt, Hamas nach sprachlicher Kosmetik zu bewerten, während die organisatorische Praxis und die militante Ausrichtung unverändert bleiben. Und wer einen kompakteren ideologischen Überblick sucht, findet beim Wilson Center zur Hamas Doktrin eine Einordnung zentraler Bausteine von Ideologie, Strategie und Selbstverständnis.
Der kritische Punkt bleibt: In der Hamas Argumentation verschiebt sich häufig nicht das Ziel, sondern die Verpackung. Die 1988er Charta liefert den ideologischen Grundton, religiös und kompromisslos. Das 2017er Dokument liefert eine kommunikative Oberfläche, die in westlichen Debatten anschlussfähiger klingt. Und genau hier passt ein Propagandahandbuch, das Sprecher auf westliche Diskursnormen trimmt, perfekt ins Bild. Ideologie bleibt konstant, Sprache wird angepasst. Das ist der rote Faden, und er erklärt, warum man Hamas nicht an PR Formulierungen messen darf, sondern an Grundsatztexten, Zielen und Handlungen.
Wenn man diese Linie ernst nimmt, entsteht ein klarer Maßstab für die Einordnung des gesamten Hamas Kommunikationsapparats: Nicht jedes neue Wort ist ein neuer Kurs. Nicht jede weichere Formulierung ist ein echtes Abrücken. Und nicht jede Debatte, die sich auf „moderate“ Textstellen stützt, ist automatisch fachlich sauber. Der historische Kontext zeigt vielmehr, dass Hamas seit Jahrzehnten mit zwei Ebenen arbeitet: innere Mobilisierung über Ideologie und Feindbild, äußere Kommunikation über taktische Sprache. Genau deshalb ist die historische Einordnung kein Extra, sondern die Voraussetzung, um aktuelle Dokumente korrekt zu verstehen.

Antisemitische Codes im westlichen Gewand
Diese Strategie ist im westlichen Diskurs längst sichtbar. Begriffe wie „Kolonialstaat“, „Apartheidregime“, „Genozid“ oder „Siedlerkolonialismus“ werden häufig nicht nur als Kritik einzelner Maßnahmen genutzt, sondern als moralische Totalverurteilung, die Israel als jüdischen Staat grundsätzlich delegitimieren soll. Der entscheidende Punkt ist nicht, dass diese Begriffe existieren, sondern wie sie eingesetzt werden, nämlich als Code, der in der Wirkung oft auf Entmenschlichung, Schuldumkehr und Existenzdelegitimierung hinausläuft.
Kritik an israelischen Regierungen ist legitim und Teil demokratischer Debatte. Problematisch wird es dort, wo Israel als jüdischer Staat an sich als illegitim dargestellt wird, also wo jüdische Selbstbestimmung als solche zum moralischen Makel erklärt wird. In diesem Diskurs übernimmt „Zionismus“ häufig die Funktion, die früher offene antisemitische Begriffe erfüllten, als Sammelbehälter für Projektionen über Macht, Kontrolle und vermeintliche globale Einflussnahme.
Diese Verschiebung wird in verschiedenen wissenschaftlichen und institutionellen Debatten zur modernen Erscheinungsform von Antisemitismus thematisiert. Eine kompakte Einordnung der gesellschaftlichen Dynamik liefert etwa das Dossier der Stiftung EVZ zu Antisemitismus, und für den deutschen Kontext sind Studien und Lagebilder wichtig, die Israel-bezogene Vorfälle getrennt erfassen und beschreiben, darunter Berichte von RIAS.
Universitäten als ideologische Resonanzräume
Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung an europäischen und deutschen Universitäten. Nach dem 7. Oktober berichten jüdische Studierende von einem Klima, in dem sichtbare jüdische Identität zum Risiko wird. Solche Veränderungen des Alltags, verbunden mit Sicherheitsbedenken und sozialem Druck, werden regelmäßig in Reportagen und Studien dokumentiert, etwa bei Deutsche Welle sowie in Hochschulzusammenhängen, die konkrete Maßnahmen, Befunde und Präventionsansätze sammeln, zum Beispiel bei der UdK Berlin.
Der öffentliche Raum an Hochschulen wird zudem von Gruppen geprägt, die unter dem Banner von „Dekolonisierung“ und „Widerstand“ auftreten. Dabei werden zentrale Fakten oft systematisch ausgeblendet oder relativiert, insbesondere die Dimension des Hamas-Terrors vom 7. Oktober. Ein Problem entsteht dort, wo Gewalt gegen Zivilisten rhetorisch als „Widerstand“ rationalisiert wird, während israelische Selbstverteidigung pauschal als moralisches Verbrechen markiert wird.
Slogans wie „From the river to the sea“ sind ein Schlüsselbeispiel. Die Debatte darüber, ob und wie solche Parolen rechtlich und politisch zu bewerten sind, ist dokumentiert, unter anderem durch Berichte über die Position des Antisemitismusbeauftragten und die öffentliche Diskussion, etwa in Times of Israel. Auch konkrete rechtliche Schritte und Maßnahmen in Berlin wurden international berichtet, etwa bei i24NEWS.
Die Hamas-Strategie greift hier präzise: Wer die Codes nicht als ideologische Tarnsprache erkennt, wird zum Verstärker, oft ohne sich selbst so zu sehen.
Straßenproteste, Täter-Opfer-Umkehr und messbarer Anstieg antisemitischer Vorfälle
Auch auf deutschen Straßen zeigt sich dieses Muster. Viele Demonstrationen firmieren unter dem Label „Free Palestine“ oder „Menschenrechte“. Gleichzeitig dokumentieren Monitoringstellen einen massiven Anstieg antisemitischer Vorfälle seit dem 7. Oktober, einschließlich Bedrohungen, Schmierereien, Gewalt und massiver Online-Hetze. Eine zentrale Referenz für den deutschen Kontext sind die Jahresberichte und Auswertungen von RIAS.
Für die öffentliche Debatte besonders relevant sind international bestätigte Berichte über den Trend der Zunahme. So wurde über einen starken Anstieg antisemitischer Vorfälle in Deutschland im Jahr 2024 unter Bezug auf Berichte von RIAS breit berichtet, unter anderem durch Reuters sowie durch weitere Medien, die sich auf diese Daten stützen.
Typische Erscheinungen, die in Monitoringdaten und Berichten wiederkehren, sind Gleichsetzungen Israels mit dem Nationalsozialismus, was eine klassische antisemitische Täter-Opfer-Umkehr darstellt, sowie die Ausblendung jüdischer Opfer, während israelische Selbstverteidigung pauschal delegitimiert wird. Der entscheidende Punkt ist die Wirkung: Die Konsequenzen dieser Rhetorik treffen Juden in Deutschland unmittelbar, ganz unabhängig davon, wie Demonstrationen sich selbst etikettieren.
Deutschlands besondere Verantwortung und der Kern der Debatte
Deutschland trägt aufgrund seiner Geschichte eine besondere Verantwortung. Doch diese Verantwortung ist nicht abstrakt. Sie zeigt sich im Umgang mit aktuellem Antisemitismus, also im Erkennen, Benennen und Begrenzen dessen, was Juden in Deutschland wieder zum Sicherheitsrisiko macht. Wer die Gegenwart ernst nimmt, muss akzeptieren, dass Antisemitismus heute häufig nicht als offener Judenhass daherkommt, sondern als moralisch aufgeladene Delegitimierung Israels, kombiniert mit Codes, die in ihrer Wirkung alte Feindbilder reproduzieren.
Die Zahlen und Lagebilder sind dafür zentral, weil sie die Debatte aus dem Bauchgefühl herausziehen. Genau deshalb sind die Berichte von RIAS sowie staatliche und zivilgesellschaftliche Lageeinschätzungen so wichtig. Als zusätzliche staatliche Referenz kann auch der israelische Bericht zur Lage und Entwicklung herangezogen werden, etwa über gov.il.
Der Kern ist: Wenn eine Terrororganisation wie Hamas strategisch anleitet, antisemitische Inhalte im Westen über „Werte-Sprache“ zu tarnen, dann ist es keine Kleinigkeit, wenn exakt diese Begriffe und Frames in westlichen Debatten dominieren, während jüdische Sicherheit real erodiert.
Was das Hamas-Handbuch uns wirklich lehrt
Das Hamas-Handbuch ist kein Randdokument. Es ist ein Spiegel. Es zeigt, wie eine Terrororganisation ihre Ideologie strategisch an westliche Diskurse anpasst, um Anschlussfähigkeit zu erzeugen. In der Analyse des JNS-Berichts und der Dokumentation des Meir Amit Centers wird sichtbar, dass Hamas sehr genau versteht, welche Begriffe im Westen überzeugen und welche Begriffe im Westen abschrecken.
Hamas weiß, dass offener Antisemitismus im Westen diskreditiert ist.
Hamas weiß, wie man Menschenrechtsrhetorik instrumentalisieren kann.
Hamas setzt darauf, dass westliche Gesellschaften ihre eigenen Werte gegen sich selbst wenden, indem sie die Codes nicht als Tarnsprache erkennen, sondern als moralische „Aufklärung“ übernehmen.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht, was Hamas denkt. Das ist seit Jahrzehnten dokumentiert, unter anderem über die Charta von 1988 und deren Einordnung über offizielle Analysen. Die entscheidende Frage lautet, warum diese Narrative in Deutschland so bereitwillig aufgenommen werden, während gleichzeitig jüdisches Leben real unter Druck gerät, was durch Berichte wie Reuters, RIAS und DW regelmäßig dokumentiert wird.
Wer Antisemitismus nur in seiner historischen Form erkennt, wird ihm in seiner modernen Gestalt nicht begegnen können. Das Hamas-Handbuch zwingt dazu, genauer hinzusehen, nicht nur auf Worte, sondern auf Funktion, Wirkung und Muster.
