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Ermittlungsraum mit beschlagnahmtem Bargeld, Geldzählmaschine und Karte, Symbol für Israels Kampf gegen Hamas-Finanzen
„Das ist der erste des Tages.“

Hamas-Finanzen unter Druck: Wie Israel Terror-Geldströme austrocknet

🔵 Hamas-Finanzen unter Druck: Warum Israels Kampf gegen Terror auch über Geldströme entschieden wird

Man kann über Raketen, Tunnel und Drohnen reden, stundenlang. Am Ende hängt die Schlagkraft einer Terrororganisation aber auch an etwas viel Langweiligerem: Cashflow. Wer Kämpfer bezahlt, Loyalität kauft, Waffen beschafft, Familien „versorgt“ und ein Schatten-Regime am Laufen hält, braucht nicht nur Ideologie, sondern Geld, Kanäle, Mittelsmänner. Genau hier setzt eine Entwicklung an, die in der täglichen Kriegsberichterstattung oft untergeht.

Ein Bericht, aufgegriffen von der Jerusalem Post, beschreibt, dass Israels Operationen in Gaza und im Westjordanland die finanzielle Stabilität der Hamas so getroffen haben, dass sie Gehälter nicht mehr vollständig zahlen kann. Betroffen sind laut Darstellung sowohl die Zivilverwaltung der Hamas in Gaza als auch die bewaffneten operativen Strukturen. Der Kernpunkt ist dabei nicht „Gaza ist teuer“, sondern: Israel versucht gezielt, Finanzknoten zu zerschlagen, die Geld bewegen, verteilen und waschen.

Was der Bericht konkret behauptet und warum das relevant ist

Die Kernaussage ist ziemlich eindeutig: Israels Maßnahmen sollen Hamas-Finanzwege spürbar gestört haben, vor allem durch Vorgehen gegen Geldwechsel- und Transferstrukturen im Westjordanland. Genau diese Logik, also nicht nur Kämpfer zu treffen, sondern die Geldadern dahinter, greift auch die Analyse der Foundation for Defense of Democracies auf, die sich dabei unter anderem auf einen Wall Street Journal-Bericht bezieht. Der Punkt dahinter ist strategisch: Ohne stabile Finanzierung wird aus militärischer Schlagkraft schnell organisatorische Improvisation.

Was heißt das praktisch? Geld fließt in solchen Strukturen selten wie eine normale Gehaltsüberweisung, sondern über Wechselstuben, Transferbüros, Mittelsmänner und häufig auch über graue Kanäle, die sich an der Grenze zwischen legalem Geschäft und illegaler Finanzierung bewegen. Wenn Israel genau diese Knoten angreift, trifft das nicht nur einzelne Personen, sondern den Mechanismus, der Gehälter, Beschaffung, Logistik und interne Loyalität zusammenhält. Dass solche Akteure im Westjordanland im Fokus stehen, wird auch durch Berichte über konkrete Einsätze untermauert, etwa durch Reuters, wo von Razzien gegen Devisen- und Geldtransferagenturen sowie der Beschlagnahme von Millionenbeträgen die Rede ist.

Der Bericht behauptet gleichzeitig, Hamas könne offenbar weiterhin Teilzahlungen leisten. Genau an dieser Stelle wird es politisch und operativ relevant, denn Teilzahlungen sind kein Zeichen von Stabilität, sondern oft ein Hinweis auf Liquiditätsstress. Wenn eine Organisation nicht mehr zuverlässig zahlen kann, beginnt das Risiko von Disziplinverlust, Korruption und Machtkämpfen zu steigen, weil interne Akteure plötzlich um knappe Ressourcen konkurrieren. Die Washington Post beschreibt das als ungewöhnlich schwere finanzielle und administrative Krise, inklusive der Aussage, Hamas könne sowohl Kämpfer als auch zivile Beschäftigte nicht mehr verlässlich bezahlen.

Wichtig ist dabei die fachliche Einordnung: Hamas hat sich laut der Washington Post vor dem Krieg und auch währenddessen unter anderem über Steuern und Abgaben auf Handel finanziert, außerdem über Kontrolle von Warenströmen und eine Kriegsökonomie, die auf Knappheit basiert. Wenn dieser Zugriff durch Krieg, Zerstörung, Grenzpolitik und gezielte Maßnahmen gegen Finanzknoten eingeschränkt wird, bricht nicht nur ein Einnahmestrang weg, sondern die Fähigkeit, das System zu verwalten. Der Begriff Finanzkrise ist hier also nicht dramatische Wortwahl, sondern beschreibt das Risiko, dass eine Terrororganisation ihren Apparat nicht mehr in der bisherigen Form am Laufen halten kann.

Parallel dazu läuft der zweite Hebel, der oft unterschätzt wird: internationale Finanzsanktionen. Das US-Finanzministerium hat seit dem 7. Oktober 2023 wiederholt Hamas-Finanznetzwerke ins Visier genommen, darunter Finanzvermittler, Gaza-basierte Wechselstellen und Akteure, die auch Krypto-Transfers ermöglicht haben sollen, das steht unter anderem in den Mitteilungen vom 18. Oktober 2023 und vom 22. Januar 2024. Solche Schritte sind deshalb relevant, weil sie das Netzwerk nicht nur lokal stören, sondern international toxisch machen, Banken, Zahlungsdienstleister und Partner werden vorsichtiger, Transfers werden langsamer, riskanter und teurer.

Am Ende zeigt die gesamte Gemengelage vor allem eines: Israel betrachtet diesen Konflikt nicht nur als Gefecht um Gelände, sondern als Systemkampf gegen die Infrastruktur des Terrors. Und dazu gehört eben nicht nur das Arsenal, sondern auch das, was es überhaupt erst möglich macht. Wer Terror will, braucht Strukturen, und wer Strukturen will, braucht Finanzierung.

Warum „Gehälter“ bei Hamas kein harmloses Verwaltungsthema sind

Wenn in westlichen Debatten „Gehälter“ fallen, klingt das schnell nach Sozialamt, Schulverwaltung und Müllabfuhr. In Hamas-Strukturen ist das komplizierter. Hamas ist in Gaza nicht einfach eine Partei, sondern eine Organisation mit Regierungsanspruch und Militärarm, die in der Praxis ineinander greifen. Wer bezahlt, bestimmt, wer gehorcht. Wer nicht zahlt, verliert Kontrolle.

Regelmäßige Zahlungen erfüllen dabei mehrere Funktionen. Sie sind Bindemittel für Kader, sie halten Netzwerke stabil, sie sichern Rekrutierung, sie dienen als Loyalitätsprämie, und sie finanzieren operative Aktivitäten indirekt. Wie solche Mechanismen in der Praxis laufen, wird auch in Berichten beschrieben, zum Beispiel in der Times of Israel, die sich mit Cash, improvisierten Zahlungswegen und der Logik hinter Hamas-Zahlungen beschäftigt.

Dass der finanzielle Druck auf Gaza und die Region insgesamt dramatisch ist, wird parallel auch in internationalen Wirtschaftsberichten sichtbar, etwa bei Reuters, wo die wirtschaftliche Lage nach dem Konflikt als historisch massiv beschrieben wird. Solcher Kontext ist wichtig, weil er erklärt, warum Geldflüsse und Liquidität im Alltag überhaupt zur strategischen Frage werden.

Der Hebel Westjordanland: Geldwechselstellen, Transferagenturen, Schattenkanäle

Warum ausgerechnet das Westjordanland eine so große Rolle spielt, ist logisch: Dort existieren Finanzdrehscheiben, und dort lassen sich Transfers, Tauschgeschäfte und Umleitungen oft leichter organisieren als in einem abgeriegelten Kriegsgebiet.

Der Punkt, den mehrere Analysen herausarbeiten: Geldwechsel- und Transferstrukturen sind nicht nur „Service“, sie können als Brücke dienen, um Bargeld, Umtausch und Weiterleitung zu bündeln. Genau diese Mechanik wird im Zusammenhang mit Israels Vorgehen gegen Hamas-Finanzen beschrieben, zum Beispiel in der FDD-Analyse.

Wichtig ist: Solche Maßnahmen werden nicht geführt, weil jemand zu viele Dollars im Schaufenster hat, sondern weil Finanzknoten in Konfliktregionen, je nach Betreiber und Netzwerk, auch als Umleitungsstelle für Geld dienen können. Wenn du diese Knoten störst, wird Terror nicht „weggezaubert“, aber langsamer, riskanter und teurer.

Iran als Geldquelle: bekannt, belegt, aber nicht „magisch unendlich“

Im Bericht wird Iran als zentraler Finanzfaktor genannt, aber mit dem Zusatz, dass Zahlungen schwanken und sich verzögern können. Diese Linie findet sich auch in der Berichterstattung, etwa bei Israel Hayom, wo genau dieser Druck auf Hamas und der Blick Richtung Iran thematisiert wird.

Entscheidend ist der Realismus: Geld aus Iran ist kein Zauberbrunnen. Es braucht Wege, Mittelsmänner, Verschleierung, Umtausch, Verteilung, und am Ende häufig Bargeld. Genau dort wird es verwundbar.

Warum Geldwege im Krieg ein strategisches Ziel sind

Israel führt seit Jahren nicht nur militärische Operationen gegen Terrorzellen, sondern auch Maßnahmen, die man als Anti-Terror-Finanzierung beschreiben kann. Der Grund ist simpel: Selbst wenn du operative Kräfte triffst, bleiben Strukturen gefährlich, solange sie sich regenerieren können. Geld ist Regeneration.

Wenn die Hamas Löhne, Stipendien und Unterstützungszahlungen nicht mehr zuverlässig leisten kann, trifft das potenziell gleich mehrere Ebenen:

1) Operative Ebene, weil Planung, Logistik und Ausrüstung Geld brauchen.

2) Organisationsdisziplin, weil Loyalität nicht nur aus Parolen besteht, sondern aus Versorgung.

3) Governance-Anspruch, weil ein Apparat, der nicht zahlen kann, Autorität verliert oder sie nur noch über Zwang stabilisiert.

Dass dieser Druck real ist und nicht nur eine Behauptung im luftleeren Raum, wird als Entwicklung in mehreren Stücken diskutiert, zum Beispiel in der Washington Post.

Cash, Umwege, Notlösungen: warum Hilfe und Alltag ohne Bargeld kippen

Ein Punkt, der in westlichen Debatten regelmäßig unterschätzt wird: Selbst wenn Güter vorhanden sind, funktioniert ein großer Teil des Alltags ohne Bargeld nicht. In einer Krisenökonomie, in der Lieferketten brüchig sind und viele Abläufe improvisiert werden müssen, entscheidet oft nicht das Vorhandensein von Waren, sondern ob Menschen überhaupt bezahlen können, ob ein Händler neue Ware einkauft, ob ein Transporteur fährt, ob eine Werkstatt repariert, ob eine Apotheke Medikamente nachbestellt. Genau diese „Cash-Frage“ wird sehr konkret aufgearbeitet, etwa in Lawfare.

Der Kern ist brutal simpel: Cash ist in Gaza nicht nur Zahlungsmittel, sondern Infrastruktur. Wenn das formelle Bankensystem ausfällt, werden Karten, Überweisungen, Terminals und Auszahlungsstellen praktisch wertlos. Lawfare beschreibt, dass in Gaza fast das gesamte physische Finanzsystem zerstört wurde, inklusive Banken und Geldautomaten, und dass Bargeld selbst zur knappen Ware geworden ist, teilweise mit massiven Aufschlägen über informelle Broker. Das ist keine akademische Fußnote, das ist der Moment, in dem eine Gesellschaft wirtschaftlich nicht mehr „läuft“, sondern nur noch überlebt.

Das trifft die humanitäre Arbeit direkt. Denn Hilfe besteht nicht nur aus Paletten und LKWs, sondern auch aus Bezahlung: Fahrer, Lager, lokale Dienstleister, Reparaturen, Transport, Kommunikation, kurzfristige Beschaffung vor Ort. Wenn Bargeld fehlt, werden Hilfsprogramme unflexibel, langsam und teurer, selbst wenn genügend Hilfsgüter an der Grenze stehen. Genau deshalb betont auch das UN-Nothilfebüro OCHA, dass begrenzte Bargeldliquidität und mangelnder Zugang zu Finanzdiensten die tägliche Arbeit von Helfern erschweren und sogar die Ausweitung von Cash- und Voucher-Hilfe bremsen.

Und hier kommt der zweite, oft vergessene Effekt: Ohne Bargeld funktioniert auch der Markt nicht. Selbst wenn Hilfsorganisationen Gutscheine ausgeben, müssen Geschäfte Ware nachkaufen können, Lieferanten müssen beliefert werden, Transport muss bezahlt werden. Wenn Geld nicht zirkuliert, wird Knappheit nicht gelöst, sondern verstärkt. Das führt zu einer Situation, in der nicht nur Bedürftige leiden, sondern auch diejenigen, die eigentlich helfen sollen, in eine Art operativen Leerlauf geraten.

Dass das Thema nicht nur theoretisch ist, sondern mitten im Kriegsalltag stattfindet, taucht auch in breiterer Berichterstattung auf, etwa bei der BBC, die sich mit der Realität von Geld, Versorgung und Funktionsfähigkeit in Gaza beschäftigt. In solchen Lagen wird Bargeld schnell zu einem Machtfaktor: Wer Zugang hat, kann Preise diktieren, wer keinen Zugang hat, wird abhängig, und genau das macht Gesellschaften in Konflikten zusätzlich verwundbar.

Unterm Strich ist die „Cash-Frage“ kein Nebenthema, sondern ein Teil der Realität: Ohne Bargeld kippen Hilfe und Alltag, weil selbst die beste Logistik irgendwann an der simplen Hürde scheitert, dass Menschen nicht bezahlen und Organisationen nicht operieren können. Wer also verstehen will, warum Versorgung in Kriegszonen trotz sichtbarer Hilfslieferungen oft chaotisch bleibt, muss diesen unspektakulären Punkt mitdenken: Geld ist im Ausnahmezustand nicht Luxus, sondern ein Betriebsstoff.

Der unangenehme Teil: Auswirkungen auf Zivilisten und warum das trotzdem nicht gleich „falsch“ ist

Hier muss man sauber bleiben, auch wenn man klar pro israelisch argumentiert. Wenn in Gaza weniger Bargeld zirkuliert, wenn Transferwege zusammenbrechen, wenn Vermittler ausfallen, dann trifft das nicht nur Terroristen. Es trifft auch zivile Wirtschaftsprozesse. Und es kann, je nach Lage, die ohnehin miserable Situation für viele Menschen verschärfen. Wie groß dieser wirtschaftliche Einschlag ist, wird auch in internationalen Berichten thematisiert, etwa bei Reuters.

Aber das führt zu einer wichtigen Unterscheidung: Israel zielt nicht auf Zivilisten als Zweck, sondern auf Strukturen, die Terror finanzieren. Dass Terrororganisationen sich in zivile Bereiche einweben, ist ein bekanntes Muster. Wer Hamas als „Regierung“ akzeptiert, akzeptiert automatisch auch, dass Hamas zivile Systeme nutzt, um Macht zu sichern. Das Problem beginnt also nicht erst bei der israelischen Reaktion, sondern bei der Verschmelzung von Herrschaft und Terror durch Hamas.

Die Alternative, die manche implizit fordern, lautet praktisch: Lass die Finanzkanäle offen, damit es „ruhiger“ wirkt. Das ist aber keine Friedenspolitik, sondern eine Einladung an Hamas, sich zu stabilisieren. Und genau diese Stabilisierung über Schattenökonomie und Ausnutzung von Ressourcen wird in Analysen ebenfalls diskutiert, zum Beispiel in der FDD-Analyse.

Was das für Israels Sicherheitslogik bedeutet

Israels Sicherheitsdoktrin beruht im Kern auf dem Recht und der Pflicht, Bürger zu schützen. Nach dem 7. Oktober hat sich dieser Grundsatz nicht geändert, er ist nur brutaler Realität ausgesetzt. Wenn die beschriebenen Entwicklungen stimmen, dann ist die Botschaft: Israel versucht, Hamas nicht nur zu bekämpfen, sondern dauerhaft zu schwächen, indem es die finanzielle Basis angreift.

Das ist keine Nebensache. Es ist ein Teil davon, ob Hamas als Organisation nach Monaten und Jahren noch durchhalten, rekrutieren, steuern kann. Und es ist auch ein Signal an andere Akteure: Wer Terror finanziert, wer Transfernetze bereitstellt, wer als Geldschleuse dient, wird zum Ziel von Ermittlungen, Razzien, Sanktionen.

Grenzen und Realität: Finanzdruck ersetzt keine Politik, aber er verändert das Spielfeld

Auch hier ohne Wunschdenken: Finanzdruck allein beendet keinen Krieg. Aber er verändert die Rahmenbedingungen, und zwar messbar. Eine Organisation, die nur noch Teilzahlungen schafft, deren Cash-Verteilung stockt und deren Transferwege immer riskanter werden, muss Prioritäten setzen, sie muss Ressourcen umschichten, sie muss mehr Energie in interne Kontrolle stecken, und sie verliert Spielraum. Genau diese Dynamik beschreibt die Washington Post, dort ist von einer ungewöhnlich schweren finanziellen und administrativen Krise die Rede, inklusive Problemen, Kämpfer und zivile Beschäftigte verlässlich zu bezahlen.

Warum ist das so wichtig? Weil es erklärt, was auf vielen Bildern fehlt. Wer nur auf militärische Szenen starrt, verpasst, dass Israel parallel einen Kampf führt, der weniger fotogen ist, aber strategisch enorm zählt: den Kampf gegen die Finanzinfrastruktur des Terrors. Dazu gehört das gezielte Vorgehen gegen Knotenpunkte, über die Geld gesammelt, getauscht und verteilt wird. Ein konkretes Beispiel sind Razzien gegen Geldwechsel- und Transferagenturen im Westjordanland, über die laut israelischen Angaben Gelder für Hamas bewegt worden sein sollen, das wurde von Reuters berichtet.

Der zweite Hebel ist der internationale Druck auf Netzwerke außerhalb des unmittelbaren Kriegsgebiets. Die USA haben seit dem 7. Oktober 2023 wiederholt Akteure und Strukturen sanktioniert, die als Finanzvermittler und Facilitators für Hamas beschrieben werden, darunter auch ein Gaza-basierter Virtual-Currency-Exchange samt Betreiber, das steht in der Mitteilung des US-Finanzministeriums. Solche Maßnahmen sind nicht nur Symbolpolitik. Sie machen Netzwerke toxisch, sie erschweren Kontozugänge, sie erhöhen Risiken für Mittelsmänner, und sie drücken Transfers in immer teurere, unsicherere Umwege.

Israel kann Hamas nicht nachhaltig schwächen, wenn Hamas sich immer wieder neu finanzieren kann. Umgekehrt gilt: Wenn Finanzierung, Verteilung und Umtausch dauerhaft unter Druck stehen, wird Terror nicht „unmöglich“, aber teurer, riskanter und in der Tendenz kleiner. Die Logik dahinter ist international etabliert, und zwar nicht als Meinung, sondern als Standard der Terrorfinanzierungsbekämpfung. Die Financial Action Task Force, der globale Standardsetzer für AML und CFT, beschreibt 2025 ausdrücklich, dass Terrorfinanzierung sich anpasst, und dass Akteure je nach Drucklage zwischen Methoden wechseln, etwa über Bargeld, informelle Netzwerke und digitale Kanäle. Das untermauert den Punkt: Finanzdruck wirkt, aber er ist nie ein Ein-Knopf-System, er muss dauerhaft und mehrgleisig sein.

Und genau hier liegen die Grenzen. Erstens: Netzwerke lernen. Wenn formelle Wege blockiert werden, weichen Akteure auf informelle Mechanismen aus, und die FATF beschreibt diese Anpassungsfähigkeit als zentrales Risiko. Zweitens: Finanzdruck trifft nicht nur Täter. In Gaza ist Bargeld nicht nur „Geld“, sondern oft eine Art Funktionsmittel des Alltags, wenn Banken, ATMs und elektronische Zahlungen wegbrechen. Das heißt, eine Liquiditätskrise kann auch die Zivilgesellschaft belasten, selbst wenn der Druck politisch und sicherheitlich auf Terrorstrukturen zielt. Drittens: Finanzkrieg ersetzt keine Politik. Er kann Räume öffnen, er kann Handlungsfähigkeit zerstören, er kann den Preis von Terror erhöhen, aber er schafft nicht automatisch ein tragfähiges politisches Modell für den Tag danach.

Trotzdem bleibt der Punkt glasklar: In einem Konflikt, in dem eine Terrororganisation sich als Regierung tarnt, ist das Vorgehen gegen Geldströme eine der wenigen Methoden, die nicht nur Symptome bekämpft, sondern das System dahinter. Es ist leise, es ist kompliziert, es passt selten in eine Schlagzeile, aber strategisch ist es genau das, was eine Organisation langfristig schwächt: der Entzug von Finanzierung, Verteilungsfähigkeit und Kontrolle.

Faktenbasis und Primärquellen zum Artikel ℹ️📑

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