🟦 Israel warnt vor dem UNO-Trump-Plan Palästinenserstaat – was wirklich hinter der Sorge steckt
Der UNO-Trump-Plan Palästinenserstaat löst in Israel keine Euphorie aus, sondern Alarm. Und das quer durch alle politischen Lager. Zwischen 75 und 80 Prozent der Israelis lehnen einen neuen palästinensischen Staat ab – nicht aus Prinzip, sondern wegen bitterer Erfahrung.
Die UNO hat den 20-Punkte-Plan der USA für Gaza einstimmig angenommen. Was nach Diplomatie klingt, bedeutet für Israel ein neues Sicherheitsrisiko, das die Fehler der Vergangenheit wiederholen könnte. Ein Staat, der direkt auf den Flughafen Ben Gurion blicken würde, ist für Experten ein Szenario, das niemand verantworten kann.
🔹 Warum der UNO-Trump-Plan Palästinenserstaat in Israel Misstrauen auslöst
Finanzminister Bezalel Smotrich spricht von einer „Verschlechterung“, weil Premier Netanjahu zu ruhig bleibt. Ben-Gvir kündigt an, jede Regierung zu verlassen, die einem palästinensischen Staat grünes Licht gibt. Doch hier geht es nicht um rechte Politik. Sondern um die Frage: Wie oft soll Israel denselben Fehler noch einmal machen?
Dan Diker vom Jerusalem Center for Security and Foreign Affairs nennt die Zahlen klar: Eine große Mehrheit der Israelis hält den UNO-Trump-Plan Palästinenserstaat für gefährlich. In ihren Augen würde er eher einen zweiten Gaza-Staat schaffen, statt Frieden.
Diker betont, dass Netanjahu sich aus diplomatischen Gründen zurückhält. Er will die Beziehung zu Donald Trump nicht gefährden – und vor allem nicht die Option auf eine Normalisierung mit Saudi-Arabien. Israel will nicht als Blockierer dastehen, während die USA einen Plan durchdrücken.
🔹 Die UNO als Druckmittel gegen Israel
Diker kritisiert, dass Washington den UNO-Trump-Plan Palästinenserstaat überhaupt zur UNO getragen hat. Arabische Staaten drängen darauf, die UNO zu nutzen, um Israel international zu isolieren. Für Israel bedeutet das: ein diplomatisches Risiko, das weit über Gaza hinausgeht.
🔹 Martin Sherman: „Gefährliche Illusion“
Der Sicherheitsexperte Martin Sherman ist noch radikaler in seiner Analyse. Ein palästinensischer Staat sei seit Oslo eine „gefährliche Illusion“. Im Kern gehe es den führenden palästinensischen Organisationen nicht um einen eigenen Staat, sondern um die Schwächung Israels.
Seit 1993 habe sich nichts verändert. Keine echte Demokratie, keine Menschenrechte, keine Entwaffnung der Terrorgruppen. Sherman sagt offen: „Das Ziel ist nicht ein eigener Staat – das Ziel ist die Zerstörung des jüdischen Staates.“
🔹 Shermans Vorschlag: Umsiedlung statt Terrorfortsetzung
Sherman fordert seit Jahren ein freiwilliges Umsiedlungsmodell. Menschen sollen Gaza verlassen dürfen – wie es in jedem anderen globalen Konflikt selbstverständlich ist. Nur in Gaza werden Zivilisten politisch festgehalten.
Er verweist darauf: Die Bevölkerung Gazas entspricht nur 1 Prozent der Einwohner Ägyptens oder der Türkei. Beide Länder hätten problemlos Kapazitäten, beide wollten aber keine Verantwortung übernehmen. Stattdessen blockiert man jede Alternative – um Israel den Schwarzen Peter zuzuschieben.
Sherman sagt klar: Ein zukünftiger palästinensischer Staat wäre eine homophobe, frauenfeindliche, islamistische Tyrannei – das Gegenteil westlicher liberaler Werte.
🔹 Was steht im UNO-Trump-Plan Palästinenserstaat?
Punkt 19 sieht vor:
- Reform der Palästinensischen Autonomiebehörde
- Wiederaufbau des Gazastreifens
- Einen „glaubwürdigen Weg zur Selbstbestimmung und Staatlichkeit“
Shermans Frage dazu ist spitz, aber berechtigt:
„Wie unterscheidet sich das von Oslo?“
Antwort: gar nicht. Derselbe Ansatz, dieselben Akteure, dieselben unklaren Sicherheitsmechanismen – und dieselben Risiken.
🔹 Fazit: Israel sieht ein Sicherheitsrisiko – nicht eine Chance
Der UNO-Trump-Plan Palästinenserstaat wirkt global betrachtet wie Diplomatie. Aus israelischer Sicht ist es ein politisches Experiment, das erneut schiefgehen könnte. Mit realen Menschen, realen Grenzen und realen Gefahren.
🟦 Kommentar
Wer diesen UNO-Trump-Plan nüchtern betrachtet, erkennt sehr schnell, warum in Israel die Alarmglocken schrillen. Es geht hier nicht um Ideologie, nicht um „Rechts gegen Links“, und schon gar nicht um irgendeine vermeintliche Abwehrhaltung gegen Diplomatie. Es geht um Realität – um die Erfahrung von dreißig Jahren gescheiterter Friedensmodelle, um Raketen aus Gaza, um Terrorinfrastruktur unter Krankenhäusern und um eine Region, in der jeder sicherheitspolitische Fehler Menschenleben kostet.
Die UNO präsentiert diesen Plan als Fortschritt, als „Chance auf Stabilität“. Aber für die meisten Israelis wirkt er wie eine Neuauflage eines Buches, dessen Ende man schon kennt. Ein neuer palästinensischer Staat direkt über dem Flughafen Ben Gurion wäre kein Experiment, sondern ein strategisches Risiko, das kein vernünftiger Staat einfach hinnimmt.
Dass zwischen 75 und 80 Prozent der Bevölkerung den Plan ablehnen, ist deshalb keine radikale Position. Es ist gesunder Menschenverstand. Israel hat mehrfach versucht, Land für Frieden zu geben. Herausgekommen sind: eine gestärkte Hamas, ein zerstörtes Gaza, zehntausende Raketen und der 7. Oktober als brutalster Terrorangriff seit der Staatsgründung.
In diesem Kontext wirkt der UNO-Trump-Plan wie eine politische Wunschvorstellung, die wenig mit der Realität vor Ort zu tun hat. Sicherheit entsteht nicht durch Papiere, sondern durch Strukturen. Und solange die palästinensischen Gebiete von Terrororganisationen, korrupten Eliten und islamistischen Ideologien geprägt sind, führt ein Staat nicht zur Lösung – sondern zu einer gefährlicheren Ausgangslage.
Israel ist kein Spielverderber. Israel ist der einzige Akteur in diesem Konflikt, der die Folgen falscher Entscheidungen volltragen muss. Und genau deshalb ist die Skepsis gegenüber dem UNO-Trump-Plan nicht nur nachvollziehbar, sondern notwendig.
Echter Frieden braucht Ehrlichkeit. Und Ehrlichkeit sagt: Sicherheit zuerst – nicht Symbolpolitik.
