🔵 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠
𝐆𝐞𝐰𝐚𝐥𝐭𝐛𝐞𝐫𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐒𝐢𝐞𝐝𝐥𝐞𝐫 𝐠𝐞𝐟ä𝐡𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐈𝐬𝐫𝐚𝐞𝐥𝐬 𝐌𝐨𝐫𝐚𝐥, 𝐒𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐙𝐮𝐤𝐮𝐧𝐟𝐭.
Wenn über den Nahostkonflikt gesprochen wird, fällt ein Begriff schneller als jeder andere: 𝐝𝐢𝐞 𝐒𝐢𝐞𝐝𝐥𝐞𝐫. Für viele sind sie längst zur Karikatur geworden, Israel erscheint als Kolonialmacht, die Westbank als eine Art Wildwest und jeder Jude jenseits der Grünen Linie angeblich als gewalttätiger Fanatiker. Dieses Bild ist falsch. Aber wer jetzt bequem „alles Lüge“ ruft, macht es sich ebenso zu einfach. Denn es gibt sie: eine 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞, 𝐫𝐚𝐝𝐢𝐤𝐚𝐥𝐞 𝐌𝐢𝐧𝐝𝐞𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭 jüdischer Extremisten, die mit Gewalt, Bedrohungen und Brandanschlägen palästinensische Gemeinden terrorisiert. Wer Israel liebt, wer an Gerechtigkeit glaubt und wer moralische Klarheit einfordert, muss genau darüber reden. Nicht für die Außenwelt, sondern für Israel selbst.
𝐃𝐢𝐞 𝐅𝐚𝐤𝐭𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞𝐧 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐬𝐩𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐥𝐞𝐢𝐝𝐞𝐫 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐝𝐞𝐮𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐩𝐫𝐚𝐜𝐡𝐞. 2023 dokumentierte die UN rund 1.189 Vorfälle von Siedlergewalt, 2024 waren es bereits 1.420 und im Oktober 2025 sogar 264 Fälle in nur einem Monat, ein historischer Höchstwert. Und die Rede ist hier nicht von politischem Schlagabtausch, sondern von Angriffen auf palästinensische Bauern, Überfällen während der Olivenernte, Brandanschlägen, zerstörten Bäumen, Autos und Häusern und in einigen Fällen sogar von bewaffneter Gewalt. In ländlichen Gebieten mussten Familien ihre Dörfer verlassen, weil ihr Alltag aus Drohungen, Schlägen und Zerstörung bestand. Das ist keine „propalästinensische Propaganda“, sondern die Einschätzung von IDF-Generälen, Shin-Bet-Chefs, israelischen Menschenrechtsgruppen und internationalen Beobachtern. Wenn Israels eigener Sicherheitsapparat von „jüdischem Terrorismus“ spricht, dann ist der Punkt erreicht, an dem man nicht mehr wegsehen kann.
𝐖𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐤𝐥𝐚𝐫𝐞 𝐓𝐫𝐞𝐧𝐧𝐮𝐧𝐠 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐛𝐫𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧 𝐁𝐞𝐯ö𝐥𝐤𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐫𝐚𝐝𝐢𝐤𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐌𝐢𝐧𝐝𝐞𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭. Rund eine halbe Million Juden leben in Judäa und Samaria, und die allermeisten arbeiten, wohnen, pendeln und ziehen Kinder groß. Sie sind weder Terroristen noch Milizionäre, weder Fanatiker noch bewaffnete Missionare. Die Gewalt stammt fast ausschließlich von kleinen, radikalisierten Gruppen, oft junge Aktivisten in wilden Außenposten, ideologisch aufgeladen und häufig ohne staatliche Anerkennung. Für sie ist der Konflikt kein Sicherheitsproblem, sondern ein religiös-nationaler Auftrag. Diese Leute repräsentieren nicht Israel, nicht die jüdischen Bewohner der Westbank, sondern nur eines: eine Gefahr.
𝐃𝐢𝐞𝐬𝐞 𝐆𝐞𝐰𝐚𝐥𝐭 𝐬𝐜𝐡𝐚𝐝𝐞𝐭 𝐈𝐬𝐫𝐚𝐞𝐥 𝐞𝐱𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧𝐳𝐢𝐞𝐥𝐥. Sie verletzt unschuldige Menschen, oft Bauern, Familien und Kinder, die nichts mit Hamas oder Terror zu tun haben. Sie untergräbt die moralische Grundlage, auf der Israel zu Recht steht, nämlich die klare Trennung zwischen legitimer Selbstverteidigung und sinnloser Aggression. Sie beschädigt die strategische Position des Landes, denn jeder brennende Olivenbaum und jedes demolierte Auto landet sofort in internationalen Medien und wird von Israels Feinden als Propagandawaffe genutzt. Und sie gefährdet das israelische Militär. Es gibt dokumentierte Fälle, in denen gewaltbereite Siedler IDF-Soldaten angegriffen haben, die gerade palästinensische Zivilisten schützen sollten. Wer Soldaten angreift, stellt sich außerhalb des israelischen Projekts.
𝐓𝐫𝐨𝐭𝐳 𝐚𝐥𝐥 𝐝𝐞𝐦 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐚𝐬 𝐁𝐢𝐥𝐝, 𝐝𝐚𝐬 𝐢𝐧 𝐄𝐮𝐫𝐨𝐩𝐚 𝐚𝐧𝐤𝐨𝐦𝐦𝐭, 𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐟. Siedlergewalt existiert, doch viele europäische Medien tun so, als wäre die Westbank ein einziger Hexenkessel fanatischer Juden. Die meisten Menschen dort leben jedoch völlig normal und ohne Gewalt. Es gibt Orte, in denen Juden und Araber tatsächlich friedlich nebeneinander leben. Gewalt wird oft aus Einzelfällen generalisiert, und der Begriff „Siedler“ dient als politisches Stigma statt als sachliche Beschreibung. Die Realität ist gefährlich, aber sie ist nicht die Karikatur, die in Berlin oder Paris erzählt wird.
𝐃𝐚𝐳𝐮 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐭 𝐞𝐢𝐧 𝐦𝐨𝐫𝐚𝐥𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐏𝐚𝐫𝐚𝐝𝐨𝐱. Weltweit wird gefordert, dass ein zukünftiger palästinensischer Staat „siedlerfrei“ sein müsse, was nichts anderes heißt als judenfrei. Man stelle sich vor, ein europäischer Politiker würde sagen: „𝐄𝐢𝐧 𝐋𝐚𝐧𝐝 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐧𝐮𝐫 𝐟𝐮𝐧𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧, 𝐰𝐞𝐧𝐧 𝐝𝐨𝐫𝐭 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐉𝐮𝐝𝐞𝐧 𝐥𝐞𝐛𝐞𝐧.“ Der Aufschrei wäre ohrenbetäubend. Im Nahostkonflikt aber wird dieser Satz nicht nur toleriert, sondern als Friedensvoraussetzung verkauft. Dass Juden jenseits der Grünen Linie nicht sicher wären, ist eine bittere Realität. Das man diese Realität als normal hinnimmt, ist ein moralischer Skandal.
𝐖𝐞𝐫 𝐈𝐬𝐫𝐚𝐞𝐥 𝐬𝐜𝐡ü𝐭𝐳𝐭, 𝐬𝐜𝐡ü𝐭𝐳𝐭 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐄𝐱𝐭𝐫𝐞𝐦𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧. Wer an Israels Zukunft glaubt, darf diese Gewalt nicht relativieren. Notwendig sind konsequente Strafverfolgung, nicht nur punktuelles Eingreifen, der Schutz palästinensischer Zivilisten durch IDF und Polizei, die Auflösung illegaler Außenposten, wenn sie Gewaltzentren sind, klare rote Linien von Politik und Militär und eine deutliche Trennung zwischen berechtigter Siedlungspolitik und radikaler Ideologie. Eine moralische Demokratie darf keine eigenen Milizen dulden. Israel ist stark genug, sich zu reinigen und sollte genau das tun.
Mein Beitrag hier ist trotzdem pro israelisch, weil Israel mehr ist als seine extremsten Ränder. Israels Stärke lag immer darin, moralisch höher zu stehen als seine Feinde. Selbstkritik ist kein Verrat, sondern Selbstschutz. Und jüdisches Leben – egal ob in Tel Aviv oder in der Westbank – bleibt nur dann sicher, wenn Israel Terror klar bekämpft, egal ob er von der Hamas kommt oder von einer radikalisierten Minderheit aus der eigenen Bevölkerung.
Es geht nicht darum, Israel kleinzureden – Es geht darum, Israel groß zu halten.
